Studio31

Mai 2022: "Tochter aus Elysium" am Neuen Theater Dornach

Ankündigungstext

Ein Musiktheater von Joël László.

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Im Jahr 1555 präsentiert ein gewisser Nicola Vicentino im Herzen Italiens ein Instrument, das den Ganzton in fünf zu teilen vermag. Damit lasse sich alles erklären: Raum, Zeit, Sinn. Die Kirche bezichtigt ihn der Amoral und des Teufels, doch Nicola Vicentino arbeitet weiter. Eine musikalische Reise, die in den Klangräumen eines verschollenen Instruments Antworten auf die Fragen nach dem Entstehen der Welt sucht.

Première: 12. Mai 2022, Neues Theater Dornach.

Einführungstext

So wie die Denker*innen der Renaissance mit ihrem Blick in die Antike die Neuzeit erst möglich machten, blickt unser Musiktheater aus der Gegenwart in die Vergangenheit, um eine mögliche Zukunft zu entwerfen. So wie die herrschende Klasse des 16. Jahrhunderts auf damalige Errungenschaften mit Skepsis und Ablehnung reagierte, fragt sich die Gesellschaft von heute: Wohin führt die Hyper-Technisierung? Ist sie tatsächlich Heilsbringerin und Freiheitskämpferin? Wo liegen die moralischen Grenzen? Wie können wir entscheiden, hinter welcher neuen Errungenschaft eine Besserung, eine Befreiung liegt und welche sich im Nachgang als »Büchse der Pandora« entpuppt? Die rekonstruierte Orgel von Vicentino stellt das Publikum und dessen Hörgewohnheiten auf die Probe: Sind die Orgelklänge schön, himmlisch, ja göttlich? Oder klingen sie grundsätzlich falsch? Wohnen wir mit »Tochter aus Elysium« einem Klangraum bei, der wie Pandoras Büchse lieber geschlossen bleiben soll?

Ausführende

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#arciorgano #coding #theater