20. November 2022, "ceremony II", Georg Friedrich Haas, Kunsthistorisches Museum Wien
Aufführung einer für das kunsthistorische Museum Wien adaptierten Fassung von »ceremony« von Georg Friedrich Haas. Alle Studio31-Instrumente waren beteiligt.
Programmtext
Einen Abend lang verwandelt sich die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in ein – wie es im Museum so ist: frei begehbares – Klanglabyrinth, in dem Instrumente aus sechs Jahrhunderten mit den Bildern in Dialog treten. Rund 75 Musiker:innen der MUK aus Wien und der Schola Cantorum Basiliensis aus Basel realisieren gemeinsam ein immenses, dreidimensionales, vierstündiges Kompendium zeitlich und räumlich ineinandergreifender Stimmungen. Erstmals in Wien zu hören ist bei dieser Gelegenheit beispielsweise die in einem Schweizer Forschungsprojekt rekonstruierte mikrotonale Orgel aus der Renaissance mit 31 Tönen pro Oktave. An diesem tatsächlich für vier Stunden minutiös durchkomponierten Opus Magnum, das coronabedingt erst im dritten Anlauf endlich hör- und erlebbar wird, hat Georg Friedrich Haas im Auftrag von Wien Modern viele Monate lang gefeilt, mit unzähligen auf 5–8 Nachkommastellen berechneten Tonhöhen und mit allein für die drei Konzertflügel im Kuppelsaal 623 Notenseiten. In zwei Worten zusammengefasst: Kommt alle!
Studio31-Besetzung
- Johannes Keller: Arciorgano
- Ana María Fonseca Núñez: Arciorgano
- Marianna Angel Ramellli: Cimbalo Cromatico
- Martyną Włodarczyk: Clavemusicum Omnitonum


